Werner Blatter Brennerei und Holzbau Gsteigwiler
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Umbau
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Wir betreiben unsere Brennerei nun bereits in der zweiten Generation.
Mein Vater führte den Betrieb von 1956 - 1981. Er verkaufte das Geschäft
an seinen Bruder, der dann acht Jahre die Geschicke der Firma leitete.
Seit Ende 1989 ist nun die Brennerei im Besitz von Werner Blatter. 1999 erweiterten
wir die Produktion mit einer zweiten Brennblase und feierten unser 10-jähriges
Jubiläum mit einem Tag der offenen Türe.
In unserer modern eingerichteten Brennerei
werden Ihre Früchte fachgerecht und mit grosser Sorgfalt zu hochwertigen
Schnäpsen und Brandtweinen verabeitet. Für unverbindliche Beratungen
stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Seit dem 1. Juli 1999 können Spirituosen
unter Steueraussetzung von einem Steuerlager in ein anderes transferiert werden.
Bedingung ist, dass sie von einem durch die Eidg. Alkoholverwaltung (EAV)
anerkannten Verwaltungsdokument, dem so genannten Begleitdokument, begleitet
werden. Mit diesem System werden durch die Lieferung keine Fiskalabgaben zur
Zahlung fällig. Die Steuerpflicht geht mit dem Unterschreiben der Empfangsbestätigung
an den Empfänger über.
Seit dem 1.Mai 2001 sind wir als einer der 74 in der Schweiz zugelassenen
Steuerlagerbetriebe eingetragen. Wir lagern derzeit über 500 Liter verschiedene
Schnäpse unbesteuert.
Werden nun Spirituosen unversteuert an einen Betrieb geliefert, der nicht
über den Steuerlagerstatus verfügt, bleibt der Versender steuerpflichtig;
er wird also für diese Lieferung von der EAV eine Steuerrechnung erhalten.
Eine Liste der aktuellen Steuerlagerbetriebe finden Sie auf der Homepage
der Eidg. Alkoholverwaltung (EAV)
Richtiges Einmaischen bildet die Grundlage
für einwandfreie Destillate und maximale Ausbeute !
Gebinde: Es dürfen nur saubere Behälter und Geräte verwendet
werden. Am besten eignen sich Kunststoff-Fässer.
Grundsatz: Frischwasser - Heisswasser mit Reinigungsmittel - Frischwasser.
Diese Reihenfolge anwenden!
Nach einer Reinigung müssen Holzfässer nach dem Trocknen mit Schwefelschnitten
ausgebrannt werden. Pro hl Fassinhalt genügt eine halbe Schwefelschnitte.
Einmaischen: Nur saubere und gesunde Früchte verwenden. Die Früchte
müssen von Stielen und Blättern frei sein. Kernobstfrüchte
nach Möglichkeit zuerst waschen. In der Regel die Früchte nach der
Ernte raschmöglichst verarbeiten.
(Ausgenommen Williamsbirnen und Quitten.)
Die Früchte müssen ihrer Beschaffenheit
entsprechend zerkleinert werden !
Kernobstfrüchte,Quitten : Mit Rätzmühle, Rübenbröckler,
Mixer mit Wasser, Walzenmühle bei sehr reifen Birnen
Steinobst, Beeren : Zerquetschen mit einem Holzstössel, Mixer mit einer
Gummiplatte, Walzmühle, Monopumpen mit Trichter. (Die Früchte zerquetschen,
nicht die Steine !!) Unmittelbar während oder nach dem Zerkleinern wird
den Früchten Reinhefe beigegeben.
Gährungsprozess
Die beim Zerkleinern beigegebene Hefe beschleunigt den Gährungsprozess.
Reinhefe: Pro 100 kg Maische (ca. 115 kg Früchte) genügen 10g Trockenhefe.
(Anwendungshinweise auf den Packungen beachten)
Allgemein: Die benötigte Menge Trockenhefe mit der 5- bis 10fachen Wassermenge
von 25-30º C umrühren und ca. 30 Minuten stehen lassen, anschliessend
den Früchten beigeben.
Bezugsquelle: Kunststoff-Fässer und Reinhefe können beim Lohnbrenner
bezogen werden.
Gährung: Nach der Gährung Fass luftdicht verschliessen.
Nur saubere Behälter, saubere und gesunde Früchte, sowie saubere
Geräte und Werkzeuge ergeben einwandfreie, typische, fruchtige Destillate.
Destilation
In unserer Brennerei sind zwei Hochleistungs-Wasserbadbrennereien der Marke
Arnold Holstein Markdorf im Einsatz.
Die erste Brennblase fasst 200 l, die zweite Brennblase fasst 150 l, beide
verfügen über Hochleistungs-Feinbrennkolonnen. Die Kleinere ist
zusätzlich mit Dephlegmator ausgerüstet.
Durch Bewegung des Mauszeigers auf dem Bild finden Sie die in der Folge erwähnten
Einzelteile:
Die Brennblase besteht aus Kupfer, ummantelt vom Dampfbad aus Edelstahl mit
aufgesetzter Verstärkungskolonne und Kühlung.
Die Blase wird mit Maische gefüllt und mit Dampf aufgeheizt. Die aus
der Blase aufsteigenden Alkoholdämpfe gelangen zu den Bodenkapslen in
der Verstärkerkolonne.
Dabei schlagen sich die minderwertigen Alkoholdämpfe nieder und werden
über den Ablaufstutzen zur Blase zurückgeführt. Dieser Vorgang
wiederholt sich auf jeder Etage der Verstärkungskolonne.
Die hochwertigen Alkoholdämpfe gelangen so zuoberst in den Kondensator
(Zargenkühler). Hier werden wiederum die geringwertigen Alkoholdämpfe
zurückgeschlagen. Die hochwertigen Alkoholdämpfe steigen durch das
Geistrohr zur Kühlung auf. Der im Röhrenkühler eingebaute Wärmefühler,
der mit dem Kühlwasserregler verbunden ist, steuert die Wasserzufuhr.
Die Alkoholdämpfe werden durch die Abkühlung kondensiert und gelangen
durch die Vorlage ins Sammelgefäss.
Die im Brenngerät eingebaute Kotzabwehrvorrichtung dient der Rückführung
stark schäumender Materialien (Saft/Hefe) in die Brennblase. So können
keine Materialreste in die Verstärkungskolonnen gelangen und Verunreinigungen
verursachen.
Energiehaushalt
Unsere Brennblasen werden mit Dampf beheizt, welcher im Dampfgenerator erzeugt
wird. Der Dampferzeuger vom Typ Vap 250 R der Firma Babcock Wanson AG wird
mit Heizöl betrieben und leistet 120 KW. Dies ermöglicht die Produktion
von 186 kg Dampf pro Stunde.
Die Restwärme, welche nach dem Destilationsprozess an den Brennblasen
übrigbleibt wird durch ein optimiertes Wärmerückgewinnungssystem
weiterverwendet, um Brauchwasser zu erwärmen, welches in Brennerei und
Haushalt für Wascharbeiten benötigt wird.
So können wir unseren Energiehaushalt auf ein Minimum beschränken
und entlasten damit die Umwelt.
Verkauf
Wir verkaufen laufend von unserem Eigenbrand.
Folgende Sorten führen wir dauernd in unserem Lager: Wiliams, Bäzi,
Chrüter, Kirsch, Zwetschgenwasse, Härdöpfeler.
Holzbau
Unsere Firma beschäftigt sich professionell mit Renovationen,
Umbauten und Neubauten.